Von „gut genug“ zu 99,99 %


Automatische Reinigung des Förderbandes eines Tunnel-Dampfofens


Tunnel-Dampfgarer sind hervorragend zum Kochen geeignet – aber mühsam zu reinigen. Sie bestehen aus einer langen, heißen, geschlossenen Kammer, durch die ein Drahtgitterband läuft.

Fette, Proteine und Marinaden tropfen auf das Band und den Rahmen, verkohlen und haften dann wie Lack an den Metalloberflächen. Das Band hat Drähte, Kanten und Verbindungsstellen, in denen sich Rückstände gerne festsetzen. Durch Dampf und Kondenswasser entstehen klebrige, angebackene Ablagerungen, die schwer zu erreichen und mit manueller Reinigung nur schwer zu entfernen sind.

Genau das war die Situation bei einem Hersteller von gerösteten und marinierten Produkten, der einen Tunnel-Dampfofen mit einem Edelstahlband betrieb. Die bestehende manuelle Reinigungsmethode schien zu funktionieren, aber das Qualitätsteam wollte bessere Reinigungsergebnisse.

Die Herausforderung

Die Herausforderung

ATP-Tupfertests an drei Stellen des Tunnelbands (linke Seite, Eingang und rechte Seite) ergaben:

  • Vor der Reinigung: ATP-Werte im Bereich von 95.000 bis 160.000 RLU*
  • Nach der manuellen Methode: noch 1.600–3.800 RLU auf der Oberfläche verbleibend
  • Berechnete Sauberkeit: 97–98 %

Auf dem Papier erfüllte dies das interne Kriterium „mehr als 90 % Sauberkeit”, sodass es technisch gesehen akzeptabel war – aber es blieb nicht viel Sicherheitsspielraum, insbesondere bei einem Band, das risikoreiche, klebrige Produkte durch ein geschlossenes System transportiert.

Um sicherzustellen, dass die Endprodukte von höchster Qualität waren, war ein höheres Maß an Sauberkeit erforderlich.

*RLU (Relative Light Units) ist die vom ATP-Testgerät angezeigte Zahl. Das Gerät wandelt alle Lebensmittelrückstände oder Mikroben auf der Oberfläche in einen winzigen Lichtblitz um und misst dessen Helligkeit. Je mehr Licht (höhere RLU), desto mehr organische Verunreinigungen sind vorhanden; je niedriger die RLU, desto sauberer ist die Oberfläche.

Die Lösung

Das Werk wollte daher ein automatisches Reinigungssystem für das Tunnelband testen und die Tests anschließend wiederholen. Der neue Prozess sollte:

  • Die gesamte Bandbreite einschließlich der Seiten erreichen
  • Spülen Sie Rückstände weg, anstatt sie nur herumzureiben.
  • Gründlich abspülen, damit keine Reinigungsmittelrückstände auf der Oberfläche zurückbleiben.
Testergebnisse: 99,99 % Reinheit

Testergebnisse: 99,99 % Reinheit

Mit dem automatisierten System:

  • ATP nach der Reinigung: sank auf Werte zwischen 5 und 12 RLU
  • Sauberkeit: 99,99 % in allen drei Testbereichen
  • Erfolgsquote: 100 % der Tests über dem Reinheitskriterium von ≥90 %
  • Chemische Überprüfung: pH-Papiertests bestätigten, dass keine chemischen Rückstände auf dem Band oder im Spülwasser nachweisbar waren.

Im Alltagssprachgebrauch: Die manuelle Methode hinterließ den Gürtel einigermaßen sauber; das automatisierte System hinterließ ihn praktisch makellos und frei von Reinigungsmittelrückständen. 

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